AMI DODUCO, ein Unternehmen von Technitrol (NYSE: TNL), hat das 2-jährige Investitionsprogramm abgeschlossen und die Kapazität der gesamten Prozesslinie im Bereich Kontaktteile für die Hochspannung-Energietechnik erweitert. Spezialöfen wurden in Sonderanfertigungen angeschafft, die neueste Generation von Spezialschweißequipment aufgebaut und die mechanische Fertigung um automatisierte Fertigungszentren erweitert.
Entgegen dem ökonomischen Trend einer breiten Konjunkturabschwächung erfolgt unsere Kapazitätserweiterung gerade rechtzeitig,“ so Christian J. Hagedorn, Vice President Marketing & Sales. „
Zumindest für die nahe Zukunft, erwarten wir einen starken Markt für Hochspannungsequipment.
Getrieben wird dieser durch den kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur in China, Indien und anderen Entwicklungsländern verbunden mit der Investitionspolitik zur Modernisierung und Erneuerung bestehender Unterstationen
z.B. in den USA, Japan, Taiwan und Australien.“
Die für die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Hochspannungsschaltern entscheidenden Komponenten werden von AMI DODUCO in Pforzheim hergestellt. Diese Kontakte sind beim Schalten von Spannungen bis zu 800.000 Volt einem starken Abbrand ausgesetzt, da dabei Lichtbögen mit Temperaturen bis zu 20.000 °C entstehen.
Diese hochtemperaturfesten Kontaktmaterialien bestehen aus einem Wolfram-Gerüst, das durch Kupfer aufgefüllt wird. Brennt der Lichtbogen, so entsteht an der Kontaktoberfläche ein wahres Inferno: das Kupfer an der Kontaktoberfläche wird verflüssigt, siedet und verdampft. Dieser Vorgang kühlt allerdings die Kontaktoberfläche auf etwa 2400 °C ab. Dadurch kann das bis 3300°C stabile Wolframgerüst das aufgeschmolzene Kupfer in Form halten. Nach Ende des Schaltvorgangs und der Abkühlung ist das Kontaktsystem einsatzbereit für den nächsten Schaltfall.
So herausfordernd der Einsatzfall, so anspruchsvoll ist die Produktion der Kupfer-Wolfram-Kontakte. Sie müssen mehrere Hochtemperaturprozesse mit bis zu 1500 °C unter Vakuum und Wasserstoff-Atmosphäre durchlaufen, hochtemperaturfeste Schweißverbindungen eingehen und zum Schluss hochgenaue mechanische Bearbeitungsschritte erfahren.